Es war das erste Europacup-Achtelfinale in der Mainzer Vereinshistorie. Entsprechend groß war die Euphorie vor der Partie bei den Rheinhessen. Dennoch musste Urs Fischer in der englischen Woche die Kräfte haushalten. Nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart tauschte der Coach deshalb dreimal. Für Becker (nicht im UCL-Kader), Widmer und Lee (beide Bank) begannen Silas, Potulski und Böving.
Auf Seiten von Sigma Olmütz hatte nur ein Spieler eine Vergangenheit in der Bundesliga. Stürmer und Kapitän Jan Kliment machte acht Spiele für den VfB-Stuttgart, verpasste allerdings die Duelle mit den Mainzern teilweise verletzungsbedingt allesamt.
Kaum Risiko, wenig Torchancen
Der Stürmer war in der Anfangsphase durchaus auffällig und gab immer mal wieder den Ballverteiler. Zu wirklich gefährlichen Torraumszenen führte das jedoch nicht. Immer wieder waren die Flanken der Gäste zu unpräzise. Konkreter wurden die Mainzer nicht in einer Partie, die sich weitgehend zwischen den beiden Sechzehnern abspielte. Der erste Aufreger ereignete sich in der 24. Minute, als Silas die Kugel plötzlich völlig frei vor Koutny im Netz zappeln ließ. Weil Nebel in der Entstehung im Abseits stand, hob der Linienrichter jedoch schnell die Fahne und ließ den Mainzer Jubel verstummen.
In der Folge wechselten die Ballbesitzphasen beider Teams immer mal wieder. Die Harmlosigkeit im letzten Drittel blieb bei beiden gleich. Wenn sich mal Umschaltmomente ergaben, wurde diese äußerst fahrig vollendet. Mwenes Schlenzer, der ein gutes Stück am Kasten vorbeirauschte (34.), gehörte zu den konkretesten Offensivaktionen der Gäste. Das torlose Remis zur Pause war folgerichtig.
Der zweite Abschnitt begann, wie die erste Halbzeit endete - mit viel Mittelfeldgeplänkel und wenig Torraumszenen. Nur wurden die Mainzer im Laufe der Partie etwas druckvoller. Lange Bälle fanden immer mal wieder einen Abnehmer. Gleich zweimal schlich da Costa davon. Erst spitzelte der Defensivallrounder die Kugel aus spitzem Winkel am Kasten vorbei (53.), dann köpfte er abermals aus kurzer Distanz und spitzem Winkel viel zu unpräzise (59.).
Silas auf einer Trage vom Platz gebracht
Zwei Offensivaktionen, die jedoch eher zufällig entstanden. Gelungene Kombinationen waren weiterhin nicht vorhanden. Dann sorgte eine Verletzung von Silas für Mainzer Sorgenfalten. Der Stürmer kam wohl unglücklich auf dem Rasen auf und hielt sich das Schienbein. Silas musste mit Verdacht auf einen Schienbeinbruch auf einer Trage vom Feld gebracht werden (65.).
Ohne den schnellen Stürmer ging dann weiterhin wenig nach vorne. Die Ausnahme bildete Weiper, der aus bester Position nach einem der wenigen gelungenen Spielzüge an einer starken Fußparade von Koutny scheiterte (78.). In der Schlussphase sah Olmütz dann plötzlich die Chance, mit mehr als einem 0:0 im Gepäck ins Rückspiel zu gehen. Erst setzte Beran das Leder knapp vorbei (87.), dann zwang Barath den Mainzer Schlussmann Batz zu einer sehenswerten Flugeinlage (88.). In der letzten Minute der Nachspielzeit hatten die Mainzer den erlösenden Torschrei schon auf den Lippen. Weil in der Entstehung von Siebs’ wuchtigem Treffer Widmer im Abseits stand, blieb es beim leistungsgerechten Remis.
Bevor es in der kommenden Woche (Donnerstag, 18.45 Uhr) zum Rückspiel in der Mainzer Mewa Arena kommt, steht für die 05er ein immens wichtiges Ligaspiel an. Die Fischer-Elf ist am Sonntag zu Gast bei Werder Bremen, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf (15.30 Uhr).




























































